Alle Register ziehen.

Vollstimme oder Randstimme, Bruststimme oder Kopfstimme – diese Begriffe hast Du vielleicht schon gehört. In diesem Kapitel lernst du die verschiedenen Register der Stimme kennen, von ganz tief bis ganz hoch. Hast du gewusst, dass es auch ein Pfeiffregister gibt – und für die Jungs das Falsett?

Die Atmung ist der Motor.

Da wir ja selbst im Schlaf atmen, ohne darüber nachzudenken, sollte die Atmung beim Singen auch ein „Kinderspiel“ sein. In diesem Kapitel erhältst du Möglichkeiten, wie du so atmen kannst, dass deine Stimme kraftvoller klingt. Die Atmung besser zu kontrollieren und auf das Singen zu übertragen geschieht nicht einfach so. Die Übungen sollen dir aber helfen, dein Bewusstsein für die Atmung zu schärfen und wir werden anschauen, was im Körper bei der Atmung überhaupt passiert. Umso mehr Training, desto weniger wirst du in einem Lied nach Luft schnappen müssen. Zudem kann dir die Atmung helfen, Nervosität zu überwinden.

Die Stimme ist ein Instrument.

Die Stimme soll ein Musikinstrument sein? Aber man hat ja gar keinen Instrumentenkoffer dabei, dann ist es doch kein Instrument? Über 100 Muskeln sind beim Singen und Sprechen aktiv, viele werden unbewusst aktiviert und benutzt. Jeder Mensch muss lernen, eine Vielzahl dieser Muskeln auf unterschiedliche Art und Weise einzusetzen. Erst durch Training wird es möglich, die Atmung immer besser auf das Sprechen und Singen abzustimmen und den Klang zu formen. Das Bewusstsein für den eigenen Körper zu schärfen, ist einer der wichtigsten Faktoren, um die eigenen Sprech- und Gesangsstimme für sich zu erschliessen.

Wie das Instrument „Stimme“ aussieht und funktioniert, lernst du in diesem Kapitel.

Stimmen brauchen Pflege.

Die Stimme ist nicht immer gesund. Sie kann überbeansprucht, heiser oder sogar krank sein. Kennst du das? Die Stimme ist empfindlich und wir sollten lernen Sorge dazu zu tragen, denn wir haben davon nur eine und wir brauchen sie jeden Tag bis an unser Lebensende. Es lohnt sich also, darauf acht zu geben.

Stimmen werden erwachsen.

Erwachsen zu werden ist spürbar. Körperlich und gedanklich verändert sich extrem viel. Das ist nicht nur angenehm und braucht Zeit. So ist es auch mit der Stimme: Der Stimmbruch (Mutation) bringt die Stimme ganz schön aus der Balance und sie muss sich neu finden und mit dem grossen Wachstum umgehen lernen.

In diesem Kapitel geht es darum, dass du dich mit deiner persönlichen Stimmveränderung auseinandersetzt, verstehst, was passiert und einordnen kannst, wo du dich in dieser Entwicklung befindest.

Arbeitsanleitungen

In den angehängten Kapiteln werden Aufgaben gesammelt, welche für die Arbeit in der Lernumgebung hilfreich sind. Themen: Portfolio, Audio-/Videoaufnahmen, Sozialformen, Methoden.

Abschluss mit Gruppenauftrag Teil II

In dieser Aufgabe werdet ihr einen Song auf kreative Weise mit Gebärden darstellen. Dabei übt ihr Teamarbeit, Ausdruck und lernt eine neue Form der Kommunikation kennen. Am Schluss präsentiert ihr eure gemeinsame Performance der Klasse.

Musik ohne (vollständiges) Hören Teil II

In dieser Aufgabe lernt ihr, wie Menschen mit Hörbeeinträchtigung Musik wahrnehmen, fühlen und ausdrücken können. Dabei entdeckt ihr, dass Musik nicht nur über das Hören, sondern auch über Gefühle, Rhythmus und Vibrationen erlebt werden kann. Gemeinsam denkt ihr darüber nach, warum Inklusion, Respekt und Teilhabe für alle Menschen wichtig sind.

Wie klingt diese Musik? Adjektive zur Auswahl

Der Adjektivzirkel soll helfen, das individuelle Empfinden beim Hören von Musik zu beschreiben. Die Wortgruppen sind so angeordnet, dass gegensätzliche Empfindungsbereiche sich gegenüber liegen. Verwandte Gefühle sind auf dem Kreis nebeneinander angeordnet.

TikTok-Trends und Inklusion

Wie können soziale Medien dabei helfen, Menschen sichtbarer zu machen und Barrieren abzubauen? In diesem kurzen Video bekommt ihr einen spannenden Einblick, wie Gebärdensprache auf TikTok Aufmerksamkeit schafft und Menschen miteinander verbindet. Achtet beim Schauen darauf, welche Chancen ihr für mehr Inklusion erkennt und welche Ideen ihr für euren eigenen Alltag mitnehmen könnt.